Kennst du das? Du hast eine tolle Idee, bist total begeistert und startest voller Motivation durch. Du schreibst Pläne und Listen, erledigst to-do´s, bastelst an der neuen Website und bist Feuer und Flamme für dein neues Projekt.

Aber irgendwo unterwegs, du weißt gar nicht genau warum, geht dir die Puste aus.

Die Aufgaben, die sich zu Beginn noch so leicht und freudig angefühlt hatten, werden nun immer mühsamer. Es fällt dir schwerer, dich zu motivieren und dranzubleiben und heimlich fragst du dich, was du dir eigentlich dabei gedacht hast, dieses Projekt überhaupt zu starten.

Aber warum versanden Projekte, von denen wir am Anfang so begeistert waren, immer wieder?

Hier ein paar der häufigsten Gründe:

1.) Dein Ziel ist gar nicht wirklich DEIN Ziel.

Frage dich bei deinem Projekt einmal ganz ehrlich: für wen machst du das eigentlich.

Ist es dir wirklich ein Herzensanliegen, dein Projekt umzusetzen, oder machst du es in Wahrheit einfach nur, weil du glaubst, es tun zu müssen, weil du anderen gefallen, sie nicht enttäuschen und nicht ihrer Kritik ausgesetzt sein willst? Ist dein Ziel wirklich DEIN Ziel?

Wenn du nicht mit Herz hinter einem Projekt stehst, dann wird die Durchführung oft schnell mühsam und kostet dich viel Kraft und Energie.

Frage dich also, ob es das wert ist.

Wenn dein Ziel wirklich DEIN Ziel ist und du voll und ganz dahinter stehen kannst, dann bleib dran und mach weiter. Wenn du aber feststellst, dass du dieses Ziel eigentlich nur für andere verfolgst und innerlich gar nicht mehr wirklich dabei bist, dann überlege für dich, ob es nicht auch eine Möglichkeit sein kann, dieses Ziel mit gutem Gewissen wieder fallen zu lassen.

2.) Ich habe keine Zeit.

Die “ich habe keine Zeit – Ausrede” ist wohl die meistgenutzte Ausrede der Welt. Aber ist sie wirklich wahr? Fakt ist: jedem von uns stehen am Tag genau 24 Stunden Zeit zur Verfügung. Niemand hat mehr oder weniger davon. Die Frage ist nur, wie und womit du die Zeit, die dir zur Verfügung steht, füllst.

Welche Prioritäten setzt du? Wozu sagst du “ja” und wozu sagst du “nein”. Sicher: einige Dinge wie essen, schlafen, sich um die Kinder kümmern oder anderes lässt sich nicht einfach wegschieben.

Aber überlege einmal für dich, wie viel Zeit du mit Dingen und Tätigkeiten vergeudest, die dich deinem Projekt kein einziges Stückchen näher bringen – und wie sinnvoll du diese Zeit für dein Projekt nutzen könntest. Was könntest du, anstatt abends den Spielfilm zu sehen oder eine Stunde im Internet und bei Facebook unterwegs zu sein, in dieser Zeit für dein Projekt tun?

Die Frage ist also nicht, wie viel Zeit du hast, sondern wofür du dir die Zeit nimmst.

abandoned sand castle

Wieder ein Projekt, dass du nie zu Ende gebracht hast und nun verlassen herum steht

3.) Ich bin nicht gut genug.

Selbstzweifel sind wohl die häufigsten “Projektkiller” schlechthin. Aus dem Anspruch heraus, alles nicht nur gut, sondern 100%ig perfekt machen zu wollen, bist du oft nie wirklich zufrieden mit deinem Ergebnis.

Und dann schwirren da noch diese quälenden Fragegeister im Kopf herum, die dir zuflüstern:

  • “wen interessiert denn schon, was du machst?”
  • “und damit willst du Geld verdienen? Das glaubst du doch selber nicht”
  • “du hast ja gar kein super-hammer-Spitzendiplom in diesem Bereich. Wie sollst du es da schon zu was bringen”
  • “lass es lieber gleich sein, das klappt doch sowieso nicht”

Und oft genug schenkst du diesen Stimmen in dir Glauben und lässt dich von ihnen ausbremsen. Wer braucht denn schon den tausendsten Coach oder gerade dein Produkt und Angebot? Und schon lässt du wieder ein Projekt voller Potential versanden.

Wie wäre es, wenn du dir stattdessen einmal erlauben würdest, nicht perfekt, aber einfach gut genug sein zu dürfen.

Wie wäre es, wenn du den Mut aufbringen würdest, auch unperfekt zu starten, einfach loszulegen und dann zu schauen, wohin der Weg dich führt. Und vielleicht trägt er dich ja viel viel weiter, als du am Anfang je zu träumen gewagt hättest.

Nur wer losgeht, kann ans Ziel kommen. Also los – trau dich und mach den ersten Schritt.

4.) Ich muss alles alleine schaffen.

Wenn du dich in kreative Projekte stürzt meinst du vielleicht oft, alles alleine schaffen zu müssen. Du bastelst an Homepages, gestaltest Flyer und Logos, entwirfst Angebote, planst die Abrechnung und verzettelst dich oft genug in den verschiedenen Projektbereichen.

Und nicht immer hast du die Möglichkeit, Elemente zu delegieren und an andere abzugeben. So kämpfst du dich weiter durch deinen Projektdschungel und hoffst, irgendwie voran zu kommen.

Wie viel leichter könnten deine Projekte jedoch wachsen und gedeihen, wenn du dir erlauben könntest, auch Hilfe und Unterstützung anzunehmen.

Das muss nicht gleich sofort der teure Webdesigner sein (obwohl ich davon überzeugt bin, dass sich eine solche Investition mit Sicherheit lohnt, wenn du selber am PC nicht so fit bist) – oft reichen auch schon Menschen an deiner Seite, die sich ehrlich für dein Projekt interessieren.

Menschen die

  • nachfragen, wo du stehst,
  • die dich unterstützen,
  • dir Mut machen,
  • dir Tipps geben.

Menschen

  • mit denen du dich austauschen kannst,
  • bei denen du auch mal jammern, meckern und klagen darfst
  • die mit für dich an dein Projekt glauben, wenn du es gerade selbst nicht mehr kannst.

So viel mehr wird möglich, wenn du das Gefühl haben kannst, nicht mehr alleine auf dem Weg sein zu müssen.

Was du konkret tun kannst

  1.  Überprüfe für dich, ob dein Ziel wirklich noch DEIN Ziel ist. Wenn es nicht mehr deins ist und für dich weder Sinn noch Spaß macht – dann lass es los.
  2.  Entscheide bewusst, wofür du deine Zeit einsetzt und schaffe dir bewusst Freiräume um an deinem Ziel weiterzuarbeiten. Auch kleine Zeitinseln können dich Schritt für Schritt deinem Ziel näher bringen.
  3. Fang einfach an! Auch wenn es noch nicht perfekt ist, auch wenn du dich noch nicht “gut genug” fühlst – mach den ersten kleinen Schritt und fang an!
  4. Such dir Unterstützung! Egal ob einen Freund/eine Freundin, eine Mastermindgruppe oder einen professioneller Coach – mit einem anderen Menschen an deiner Seite wirst du dein Ziel wesentlich leichter erreichen können.
  5. Wenn eine solche Unterstützung auch etwas für dich wäre, dann schau doch mal in der Facebook-Gruppe “Die Dranbleiber” vorbei. Hier finden sich Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen und sich dabei zu helfen, an ihren Projekten dranzubleiben.