Wo Licht ist, da fällt auch Schatten

Ganz egal was du tust und wie du es tust, eines wird in jedem Fall immer gleich bleiben: Du wirst es nicht jedem Recht machen können. Das sollst du auch nicht. Dennoch gibt es Momente, wo du mit Unverständnis reagierst. Waren es doch die Dinge, die du tun solltest, die jetzt dazu führen, dass du Hohn und Spott erntest.

Doch keine Sorge. Das geht jedem so. Ghandhi hat einmal gesagt: Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann hast du gewonnen.

Ein permanenter Begleiter dabei sind regelmäßige Konfrontationen und ungefragte Meinungen, die dir entlang des Weges begegnen.

Das Internet macht es zudem leicht für Menschen aus dem Verborgenen heraus zu attackieren. Es gibt sogar Wörter dafür: Trolls und Hater heißen sie in der „Fachsprache“. Doch lässt du diese zu nah an dich heran kommen, zerstören sie Ambition und Mut in deine eigenen Fähigkeiten.

Frag jemanden was er von dir und deiner Tätigkeit hält und du wirst jedes Mal unterschiedliche Antworten bekommen.

Failure – Der freundliche Tritt ins Gesicht mit Lehrcharakter

Unser Bildungsweg und die Gesellschaft trichtert uns über Jahrzehnte ein, dass es schlecht ist, Fehler zu machen. Gute Noten führen dich zum richtigen Job. Es gibt nur eine richtige Antwort. 1 + 1 soll eben doch 2 sein, schon gar nicht 11 und noch weniger 42 und somit der Sinn des Lebens.

Viele Menschen versuchen ihr Leben lang genau dieses Verhalten dann weiter zu tragen.

Falls du schon einmal die Gelegenheit hattest einem Kleinkind zuzusehen, wie es zu gehen lernt, was siehst du dann? Es rappelt sich mit Müh und Not auf, fällt auf den Hintern. Neuer Versuch: Aufrappeln, wackeln, hinfallen. Neuer Versuch: Aufrappeln, wird schon besser, hinfallen.

Solange bis es funktioniert. Und nicht eher. Als Kinder tragen wir diesen Ansatz als fixen Bestandteil in uns. Bis uns dann Erwachsene erklären, dass es falsch ist, Fehler zu machen. Dass es schlecht sei. Dass es nur einen Weg gibt und zwar den ihren und sonst keinen.

Ich persönlich liebe es Fehler zu machen. Und die passieren ständig. Es kümmert mich auch kein Stück mehr, dass nicht alles perfekt ist, was ich tue. Ja manchmal weiß ich sogar von Fehlern und es ist mir trotzdem wurscht.

Was mich aber richtig stört, sind Menschen, die mich unbedingt darauf aufmerksam machen wollen. Es sind dann gut gemeinte Ratschläge (auch nicht immer), dass meine Newsletter und Texte voll mit Rechtschreibfehlern sind, dass X nicht geht und Y auch nicht so recht. Und überhaupt sollte ich in Erwägung ziehen alle Fehler zu korrigieren.

Mich stört dabei nicht, dass sie mich auf Fehler aufmerksam machen, denn das ist für mich Feedback (kommt in einem der nächsten Beiträge). Was mich aber stört ist, dass diese Menschen ihre Filter darauf ausgerichtet haben, was bei anderen nicht passt und wo die Fehler sind. D. h. ihre Wahrnehmung ist einzig und allein darauf geschult, Makel in anderen aufzudecken und es ihnen unter die Nase zu reiben.

Nicke, wenn du solchen Menschen auch schon begegnet bist 😉

Das Grundproblem bei externer Fehleranalyse

Selbst mit aller Weisheit und allem Wissen auf dieser Welt würden diese Menschen keinen Finger rühren, geschweige denn irgendetwas auf die Reihe kriegen und willst du wissen warum? Weil das Unterbewusste clever ist. Sobald man nämlich merkt, dass es gar nicht die äußeren Umstände und Fehler von anderen sind, die am eigenen „Leid und Zustand“ verantwortlich sind, erfindet es etwas Neues.

Einen neuen Grund warum es nicht geht. Dann doch lieber mit dem Finger auf andere zeigen, um sich selbst erneut wieder vorzumachen, dass man ja würde, wenn man hätte aber man hat nicht und deshalb wird man nicht (komplex).

Wenn Menschen gut darin sind, die Fehler andere aufzuzeigen dann ist das meistens auch ein Zeichen dafür, dass sie sich einen Selbstwertkick damit geben, indem sie andere entwerten (und sich damit selbst höher positionieren können).

Ein wahrhaft erfolgreicher Mensch weiß zu jedem Zeitpunkt, dass er selbst entweder komplett oder zum größten Teil an seiner Situation verantwortlich ist. Er erkennt außerdem, dass es nicht seine Schuld ist, aber dafür seine Verantwortung und Chance.

Ich war früher auch zum Teil so jemand, der stets Fehler im System sah. Alle anderen waren die Idioten nur ich wusste alle antworten. Ich gehörte zur Gruppe „wenn XYZ endlich das richtige machen würde, dann hätte ich ABC“. Damals waren es entweder meine Vorgesetzten oder andere „Sündenböcke“. Was für eine Verschwendung von Zeit und Möglichkeiten.

So viele Menschen sind da draußen, die alles besser wüssten bei anderen. „Da müsste die Politik was machen“ oder „Da ist die Firma gefragt“ oder was weiß ich.

Im Endeffekt machen es sich diese Menschen leicht. Sie wälzen die Verantwortung für ihr eigenes Scheitern an andere ab und machen diese verantwortlich. Sie geben die Kontrolle ab und suhlen sich auch noch in der Bestätigung anderer, die sie dadurch erhalten (meistens gleich denkender Menschen). Stammtischgespräche mit lauter Weltverbesserern, die außer heißer Luft nichts produzieren.

Das Umfeld mit dem du dich umgibst ist alles!

Solltest du dich also umgeben von solchen Menschen fühlen oder gar zugeben müssen, dass du selbst dieser Fraktion angehörst, dann sei gewarnt: Außer unglücklich und unzufrieden wirst du nichts anderes werden. Das Glück kommt nicht zu denen, die ständig in den Dreck graben und sich aufregen, warum es überall schmutzig ist.

Anstatt dich also zu fragen, was alles schlecht und falsch läuft in dieser Welt möchte ich dir eine neue Fragetechnik vorstellen: Frag dich, was gut an der Situation ist, wie sie ist und was du selbst machen kannst um es zu verändern.

Wenn du einen signifikanten Schritt in Richtung neues Umfeld und persönlicher Entwicklung machen willst, dann komm zu dem Scanner Empowerment Seminar am 28.9 in München. Gemeinsam mit Anne Heintze und mir brechen wir alte und starre Glaubensmuster auf und verhelfen dir zu der Entfesselung deiner Potentiale.

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Seinen Fokus auf die Dinge zu richten, die du selbst in der Hand hast, ist keine leichte Aufgabe. Denn wir sind unser Leben lang meistens sehr gut darin geschult die Fehler in sich und in anderen zu entdecken. In uns steckt häufig ein kleines Ich, dass uns zuflüstert „Du bist nicht genug! Das hast du wieder falsch gemacht!“

Diese internen Mechanismen sind dafür verantwortlich, dass wir im Leben die Dinge nicht so hinkriegen wie wir wollen und häufig kriegen wir das nicht einmal mit. Diese Selbstsabotage läuft im Verborgenen ab und hindert uns daran, an der aktuellen Situation etwas zu ändern.

So komplex das menschliche Gehirn und die Psyche ist, im tieferen Sinne funktioniert es denkbar einfach. Zu vermeiden, dass man auf die Schnauze fällt, weil das Gefahr bedeutet.

Meine Frage an dich: Wann entscheidest du dich auf die Möglichkeiten in deinem Leben zu achten, anstatt auf das was falsch läuft und wo Fehler in anderen sind?

Schreib es mir in den Kommentaren.