Durch die ganze Welt geht ein langer Schrei aus dem Herzen des Künstlers: Gebt mir nur die Chance, mein Allerbestes zu tun!“ – Isak Dinesen alias Karen Blixen

Als Scannerpersönlichkeit hast du ständig tausend Ideen. Du lernst schnell und weißt viel. In deinem Kopf sprühen die Funken und du siehst ständig neue Möglichkeiten und Dinge, die du ausprobieren willst.

Gleichzeitig aber fällt es dir schwer (richtig schwer), dich auf eine Sache festzulegen und bei all deinen Projekten bringst du nie wirklich etwas zu Ende?

Diese oder ähnliche Suchbegriffe haben dich vermutlich hierher geführt und vielleicht ist heute der Tag, wo du ein wenig Klarheit darüber bekommst, was wirklich los ist mit dir.

Vielleicht bist du auch vor kurzem auf den Begriff Scannerpersönlichkeit gestoßen und fragst dich, ob das die Antwort auf deine brennenden Fragen sein kann.

Info: Das hier ist ein ausführlicher Artikel. Ursprünglich veröffentlicht wurde er Ende 2014. Nach einigen Jahren habe ich ihn erweitert mit meinen Erfahrungen und neuen Sichtweisen als Unternehmer, Coach und Trainer, damit er dir helfen soll, die Stolperfallen zu vermeiden, in die ich gefallen bin. 

Der Begriff Scannerpersönlichkeit wurde von Barbara Sher, einer amerikanischern Autorin und Beraterin, in ihrem Buch “ Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast “ geprägt und ist bis heute ein Sammelbegriff für vielseitig begabte, kreative Menschen mit einer großen Herausforderung: Sie bringen nichts zu Ende, weil sie sich nicht entscheiden können!

Dieser Artikel räumt mit ein paar Mythen um die Themen

  • Vielseitigkeit
  • Kreativität
  • Vielbegabung
  • Scannerpersönlichkeiten
  • etc.

auf, bringt dir aber auch Strategien und neue Wege mit, die du für dich umsetzen kannst, um besser mit deiner Rastlosigkeit und deinem Enthusiasmus umzugehen.

Inhaltsverzeichnis

Kommt dir das irgendwie bekannt vor? Der Beginn meiner Reise als „Scannerpersönlichkeit“

Mein Leben lang war ich getrieben von Neugier und Wissbegier.

Man nannte mich als kleines Kind schon „den Professor“, weil ich mir selbst das 10 Fingersystem beigebracht hatte und Bücher über Bücher verschlang – deren Inhalte von Edelsteinen bis Geschichte, Physik und Malerei (und vieles mehr) reichte.

Seminare, Weltreisen, Tauchen, uvm. – Die ständige Jagd nach dem Neuen

In den darauffolgenden Jahren ging es dann weiter. Ich wechselte von einem Hobby zum nächsten. Von einer Sportart zur nächsten. Von einem Job zum nächsten.

Wenn ich selbst auf mich schaue dann habe ich beinahe

  • jede Boardsportart ausprobiert die es gibt,
  • habe mehrere Sprachen gelernt,
  • hunderte Geschäftsideen entwickelt, einige angefangen, viele verworfen und
  • auch sonst meine Energien in die Erkundung zahlreicher Themengebiete reingesteckt.

Wenn ich in den Keller schaue, dann sehe ich die vergangenen Jahre sportlicher Aktivitäten auf einen Blick.

In meiner beruflichen Laufbahn habe ich mich ebenfalls enorm ausgetobt

Ich war bzw. bin

  • Techniker
  • Programmierer
  • Webseitendesigner
  • Finanzberater
  • Coach
  • Kommunikationstrainer
  • Softwareentwickler
  • habe Infoprodukte verkauft
  • Seminare, Workshops international veranstaltet
  • uvm.

Obwohl ich immer mit einer brennenden Leidenschaft neue Projekte anging, schier unglaubliche Hebel in Bewegung setzte, so endete beinahe alles immer gleich:

Kompletter Verlust an Interesse und damit einhergehende Aufgabe des Vorhabens!

Das Auf und Ab ständig wechselnder Interessen kostet immens viel Energie, Zeit und Geld!

Aber nach dem dritten Jobwechsel in 4 Jahren, einer Weltreise, mehreren Versuchen in der Selbstständigkeit und einem abgebrochenen Studium erkannte ich, dass ich es mit einem fundamentalem Problem zu tun hatte:

Egal was ich anfange, ich bringe nichts zu Ende, weil mich nach kurzer, intensiver Phase der Leidenschaft das Interesse total verlässt, ich alles umschmeiße und mit etwas Neuem von vorne beginne – Immer und immer wieder!

Gleichzeitig kostete mich dieser Prozess Unmengen an Energie.

Ich war unruhig, zweifelte immer mehr an mir und began, mich für meine Ideenvielfalt zu verurteilen. Ich tadelte mich dafür, dass ich ständig Ideen und Einfälle hatte. Ich wünschte mir sehnlichst, endlich das Eine für mich zu finden, mit dem ich bis ans Ende meiner Tage zufrieden sein konnte.

Aber egal wie viele Projekte ich anfing, egal wie viele Steine ich umdrehte, … Ich fand es nicht. Und während andere Menschen um mich herum sich weiterentwickelten, weil sie einfach bei einer Sache dabei blieben, drehte ich mich im Kreis und sah mein Potenzial vor die Hunde gehen.

Alleine bei der Vorstellung davon, drehte sich mein Magen um. So stoß ich selbst nach einiger Recherche auf den Begriff Scannerpersönlichkeit. Eine Bezeichnung, die Barbara Sher (Karriereberaterin und Coach) in ihrem Buch „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du 1000 Träume hast!“ geprägt hat.

Sie beschreibt darin einen Menschenschlag, der auf eine ganz besondere Art und Weise denkt. Vielleicht treffen einige der Aussagen auf dich zu:

  • Du hast viele Interessen und Talente von denen du manchmal gar nicht mehr weißt, wie du sie dir angeeignet hast
  • Du hast ein starkes Bedürfnis, dein Potenzial auszuleben.
  • Dich auf eine Sache zu spezialisieren fällt dir richtig schwer
  • Du hast ständig neue Ideen und sprühst vor Leidenschaft
  • Dein Keller zeigt Spuren von angefangenen Projekten, Sportarten, uvm.
  • Du bist extrem optimistisch, neugierig und stürzt dich gern ins Abenteuer
  • Du hältst dir gerne Optionen offen, denn bei einer einzigen Sache zu bleiben liegt dir überhaupt nicht
  • Du hast enorme Schwierigkeiten anzufangen oder Dinge abzuschließen
  • Du bist getrieben von der Frage „Was wäre wenn“ und wechselst häufig das Pferd

Wenn du diese oder ähnliche Sätze kennst, dann fällst du wahrscheinlich unter die Kategorie Scannerpersönlichkeit

Als ich von diesem Thema erfahren habe, verschlang ich das Buch in einem Satz und fühlte mich zunächst einmal befreit. Kann sein, dass es dir gerade ähnlich geht und du dir auch die Frage stellst:

„Bin ich eine Scannerpersönlichkeit?“

Zahlreiche Interessen und Projekte prägen dein Leben und der Reiz etwas Neues anzufangen ist schier unendlich groß und anziehend.

Du bist nämlich genetisch so programmiert, viele Interessen zu haben. Genau das, versuchst du um jeden Preis auszuleben.

Alleine diesen Text hier ganz zu lesen langweilt dich vermutlich schon, richtig?

Fälschlicherweise glauben viele Menschen, dass sie an einer Aufmerksamkeitsstörung (AHDS) leiden, nicht genug Willenskraft hätten oder schlichtweg unfähig, sich zu konzentrieren. Das ist aber nur oberflächlich das Problem.

Die wahren Ursachen liegen tiefer. Viel tiefer.

Sie haben etwas zu tun mit der Art und Weise, wie du die Welt wahrnimmst, gesellschaftlichen Prägungen und ein paar Irrtümern, denen du erliegst, im verzweifelten Versuch alles unter einen Hut zu bringen.

Was ist jetzt wirklich dran am Thema Scannerpersönlichkeit?

Ich sage dir, was dran ist:

In Wahrheit hast du ein spezielles Repertoire an Fähigkeiten: Vielseitigkeit, ganzheitlichie Betrachtung, interdisziplinäres Denken.

Dein großes Problem: Du glaubst, dass du alles unter einen Hut bringen musst und bringst dich beim Versuch, das zu erreichen, (mental) beinahe um.

Solange Scannerpersönlichkeiten nicht wissen, wer sie sind, werden sie den anderen zustimmen, so wie ich es tat.

Aussagen wie „Du musst endlich einmal etwas zu Ende bringen!“, führen zu einem unglaublichen Druck und Unmut, weil sie sich unmöglich anfühlen.

Weil wir aber ein Leben lang „gelernt“ haben, uns anzupassen, und unsere Kreativität und Vielseitigkeit zu unterdrücken, entsteht in uns das Gefühl „falsch zu sein“. Noch prekärer: Die Dinge, die wir wirklich gut können, schätzen wir nicht als solches ein. Wir halten uns sogar häufig als Hochstapler und Blender.

„Jeder ist ein Genie! Aber wenn Du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.“ – Albert Einstein

Doch das anzunehmen wäre nicht nur ungerechtfertigt und falsch.

Diese Denkweise könnte dich davon abhalten, deine Begabungen zu fördern und deinen persönlichen Beitrag in der Welt zu leisten.

Sobald du aber verstehst, dass du enorm kreativ bist, kombiniert mit einem tiefen Drang zu Authentizität und Bedeutung (du kannst dich auch gern als Scannerpersönlichkeit bezeichnen), verändert sich die ganze Herangehensweise grundlegend.

Du kämpfst nicht mehr gegen dich und deine multiplen Leidenschaften und Interessen, sondern lernst, wie du sie für dich einsetzt.

Du kannst endlich damit aufhören einer Norm zu entsprechen, die dich nicht interessiert. Du kannst endlich das machen, wozu Scannerpersönlichkeiten mehr als in der Lage sind: Sich eine Welt schaffen, in der sie ihre eigenen Talente und Interessen in vollen Zügen ausleben können.

Steve Jobs, Jim Carrey und Richard Branson sind übrigens einige berühmte Beispiele von richtig erfolgreichen Scannerpersönlichkeiten. Auch wenn sie sich niemals so bezeichnen würden. Sie haben rechtzeitig gelernt, dass ihre Fähigkeiten enormes Potenzial und Wert haben. Sie haben nicht hinterfragt, ob dieses neue Hobby einmal etwas bringt (häufig finanziell gemeint).

Ein Beispiel:

In seiner berühmten Rede am College hat Steve Jobs begeistert davon erzählt, wie ihm sein damaliges Interesse an Kalligraphie einen sehr wichtigen Vorteil bei der Erstellung von Schriftarten beim Macintosh brachte.

Ohne damals darüber nachzudenken, was ihm das irgendwann einmal bringen könnte.

Scannerpersönlichkeiten haben spezielle Herausforderungen, die wenig Platz in der gesellschaftlichen Norm finden

Das ständige Hin und Her führt in deinem Umfeld zu einer Mischung aus „Ich versteh noch immer nicht was er macht!“ und Desinteresse. Letzten Endes interessieren wir uns am meisten für uns selbst (obwohl wir oft glauben, dass es genau anders herum ist).

Dieses Verhalten wirkte auf meine Umgebung mehr als beunruhigend – ja sogar unerklärlich und unverständlich. Zudem ist unser standardisiertes Bildungs- und Berufssystem in der Tat nicht konzipiert für Individualismus und Kreativität.

Man erkärte mir immer wieder, dass ich etwas verkehrt mache. Ich müsste mich spezialisieren und mich ändern.

Der Drang, etwas zu bewirken, sitzt tief in Scannerpersönlichkeiten!

Viele Scannerpersönlichkeiten beklagen sich über die Monotonie und Eintönigkeit ihres Jobs.

In der Tat suchen diese Menschen händeringend nach kreativen Lösungen, ihrer beruflichen Laufbahn das gewisse Etwas zu geben. Spoiler: Es gibt Lösungen!

Die meisten finden sich früher oder später in der Selbstständigkeit – häufig beratende oder kreative Rollen – wieder, weil sie dort die Freiheit und Kreativität ausleben können, die ihnen anderorts fehlt. Aber um dahin zu kommen sind ein paar wichtige Meilensteine zu erklimmen.

Zuallererst …

Es ist nichts falsch mit dir! Du weißt einfach (noch) nicht, wie du deine Fähigkeiten gezielt einsetzt!

Was viele Menschen vormals als Unvermögen, Nachteil und Problem erachteteten und mit Willenskraft und Disziplin überwinden wollten ist in Wahrheit eine unglaubliche Begabung. Die kultiviert und kanalsiert werden muss!

Du hast keine Aufmerksamkeitsstörung. Du bist einfach vielseitig interessiert und hast spezielle Begabungen und eine hohe Aufnahmefähigkeit. Natürlich nervt es, Dinge nicht zu Ende zu bringen.

Es ist mühsam, dass man fast nie zu dem gewünschten Ergebnis kommt (weil die Erwartungen falsch sind).

Ohne deinen roten Faden fühlst du dich verloren!

Hier ist das große Dilemma von Menschen der Kategorie Scannerpersönlichkeit.

Es zeigt sich eine Abhängigkeit untereinander.

D.h. die eine Seite schaukelt die andere auf und umgekehrt. Dies führt auch häufig zu diesem Hin- und Her Verhalten und im Kreis drehen. Aber hier hört es noch nicht auf.

Die großen Fallstricke für Scannerpersönlichkeiten

Menschen mit diesen Persönlichkeitsmerkmalen tendieren dazu, sich gern einer Sache zu verschreiben, die größer ist, als sie selbst.

Wie bereits erwähnt suchen sie einen Sinn hinter allem. Wollen selbst einfachen Dingen Bedeutung geben und das führt häufig zur Überanalyse und Prokrastination.

Letzten Endes wollen sie sich einer Sache mit Haut und Haaren verschreiben, denn nur dann ist es etwas wert. Und das wiederum führt zu einer vorschnellen Identifikation mit Labeln, Begriffen und Etiketten.

Darunter fällt aber auch der Begriff Scannerpersönlichkeit.

Hier liegt die Falle.

Jeder Versuch einer Kategorisierung der Persönlichkeit ist immer nur ein Teilaspekt und Modell der ganzen Wahrheit. Sei es DISC, MBTI, oder das Enneagram

Sie alle geben Aufschluss darüber, wie man ist, sich verhält und wo seine Stärken und Schwächen liegen.

So zeigt sich u.a. dass das Persönlichkeitsprofil einer Scannerpersönlichkeit sehr ident ist mit einem ENFP Typ (nach MBTI) und einem Typ 7 vom Enneagram.

Das häufige Wechseln der Interessen und Projekte führt vielfach auch zu einem Abbau von Ressourcen in Form von Zeit und Geld. Hinzu kommt, dass den meisten Scannerpersönlichkeiten Geld als solches „nicht sehr wichtig“ ist, sie aber dennoch ein Problem damit haben (welches sie nicht als solches wahrnehmen.)

Ironischerweise retten sich viele mit dieser Erkenntnis Scannerpersönlichkeit vom „Regen in die Traufe!“.

War es anfangs eine Erleichterung zu erfahren, dass es mehr Menschen so geht wie einem selbst (kombiniert mit der Erkenntnis, dass man gar nicht so falsch ist) ist es ein leichtes, „Scannerpersönlichkeit“ als Grund für Fehlschläge, Versäumnisse und fehlende Kontinuität anzuführen.

Scannerpersönlichkeiten sind Multitalente mit einem wachen Geist, die in einer Welt zurecht kommen wollen, die weder ihre Persönlichkeit noch ihr Verhalten versteht. Aber das muss sie auch nicht!

Die Welt schuldet dir rein gar nichts. Es ist einzig und allein dein Job, aus deinen Talenten und Fähigkeiten das Beste zu machen. Sich in Facebookgruppen zusammen zu rotten und sich über das Versäumnis der Welt zu beklagen ist destruktiv und bringt gar nichts.

Aber genau diese Gruppen und Menschen findest du zu in rauen Mengen, wenn du danach suchst. (Vergeude deine Zeit nicht damit)

Ich war eine lange Zeit sehr aktiv in diesen Gruppen, habe sogar eine eigene moderiert. Bis ich erkannte, dass wir uns in die falsche Richtung bewegen.

Menschen, die sich darüber beklagen, dass jemand anderer (Mitmenschen, das System, die Gesellschaft) Schuld an ihrer Misere ist, wollen keine Lösung. Sie wollen sich einfach in ihrem Leid suhlen.

Und das ist nicht der Weg, den du einschlagen sollst, wenn du dein kreatives Potenzial ausleben willst.

Etiketten wie der Begriff Scannerpersönlichkeit können ein wichtiges Stützrad der eigenen Entwicklung sein – aber um richtig fahren zu lernen, muss man es schnellstmöglich ablegen

Was du tun musst, um mit deinem Repertoire an Fähigkeiten das Beste rauszuholen ist simpel, aber nicht einfach.

Mehr als die meisten Menschen brauchst du etwas, woran du glauben kannst. Etwas, was dich antreibt und motiviert. Eine Sache, die größer ist, als du selbst. Das soll jetzt weniger episch rüberkommen, als man es lesen möchte.

Gleichzeitig musst du die Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln, nachhaltige Strukturen und Prozesse aufzubauen, die dir paradoxerweise endlich die Freiheit geben, nach der du suchst.

Viele sprechen in diesem Kontext von Leidenschaft, Passion, Vision, etc.

Nur steht den meisten der eigene Perfektionismus im Weg und wissen nicht, wo sie anfangen sollen.

Über die letzten Jahre habe ich einen Prozess aufgebaut, der kreativ begabte, vielseitig Interessierte Menschen an ihr ersehntes Ziel bringt. Eine Antwort auf die Frage: „Was mache ich, wenn ich groß bin?“ sozusagen 😉

 

So findest du deinen roten Faden als Scannerpersönlichkeit

1. Selbsterkenntnis und Bestandsaufnahme deiner Fähigkeiten, Talente und Potenziale

Wie bereits erwähnt ist eines der Hauptprobleme von Scannerpersönlichkeiten, dass sie sich als Hochstapler und unfähig fühlen. Obwohl sie einen Schubkarren von Talenten und Fähigkeiten haben. Werden diese erst einmal sichtbar gemacht, ändert sich die Selbstwahrnehmung drastisch und auf einmal wird das unmögliche möglich. Dafür ist es schlichtweg notwendig, eine „Inventur“ seines Repertoires zu machen.

Schreib alle Fähigkeiten, Interessen, Talente, Ideen, Projekte, uvm. nieder. Verwende so viel Papier (ja, ich empfehle Papier wegen der Haptik) wie notwendig, wiederhole dich, tob dich aus. Und nimm dir Zeit dafür. Du wirst sehen, da steckt weit mehr in dir, als du für möglich hältst. Wichtig ist, dass diese Aufgabe für dich sichtbar gemacht wird.

Einfach nur darüber nachzudenken verfehlt den Zweck. Probier es aus und du wirst den Unterschied merken.

2. Rekonditionierung und Kultivierung deines Mindsets als Scannerpersönlichkeit

Die Entscheidungen die du im Laufe deines Lebens getroffen hast, prägen deine weitere Wahrnehmung. So ticken wir. Da kannst du nicht aus.

Aber ohne die Weichen zu verändern, die dich hierher gebracht haben, wirst du einfach weiter in die gleiche Richtung fahren. Das willst du nicht. Nur leider sind diese inneren Weichen wie blinde Flecke, die nicht so einfach zu erkennen sind.

In einem ersten Schritt hilft es, hartnäckige Glaubenssätze zu notieren und ihre Bedeutung umzukehren. Mehrere Wege führen hier nach Rom und eine ausführliche Erklärung würde hier den Rahmen sprengen. Ich kann dir aber Byron Katies „The Work“ empfehlen, wenn du ganz am Anfang stehst.

3. Dein inneres Feuer finden und entfachen

Hast du deine Bestandsaufnahme erledigt, dann kannst du hergehen und die gemeinsamen Nenner und Begeisterungsfaktoren identifizieren.

Das ist ein emotional geleiteter Prozess, kombiniert mit objektiver Beobachtung. Im Endeffekt siehst du endlich die Muster deines Verhaltens und kannst auf Basis dessen klar erkennen, welchem Weg du schon die ganze Zeit folgst (ohne es zu merken).

4. Dein Feuer nach außen tragen

Die meisten Menschen glauben, das Ziel ist erreicht, wenn sie Ihre Leidenschaft gefunden haben. Das ist leider ebenfalls ein Trugschluss. Wenn du nicht daran arbeitest, wird der Funke in dir einfach ausgehen (und das willst du ja nicht). Aber erst jetzt mit dieser Vorarbeit hast du etwas, für dass es sich wirklich lohnt, über den eigenen Schatten zu springen.

Versteh mich nicht falsch: Die Verlockungen der anderen Seite des Zaunes, werden deswegen nicht weniger. Aber der Versuchung zu verstehen wird einfacher.

Du bekommst einen Fahrplan für diesen Prozess

Es hat mich einige Jahre gekostet, diesen Prozess für mich aufzubauen und zu perfektionieren. Als ich für mich den Dreh raus hatte, begann ich, andere Menschen durch diesen Prozess zu coachen. Mit großem Erfolg.

Für dich wünsche ich mir allerdings, dass du nicht so viele Abzweigungen und Sackgassen erkunden musst, wie ich das getan habe. Deswegen habe ich meine Vorgehensweise in einen Videokurs gepackt, der dir auf deinem Weg helfen soll.

Aber auch wenn du dich dieser Herausforderung stellst, ist es damit nicht erledigt. Denn die viel größere Erkenntnis kommt viel später …

Das ist als nächstes zu tun!

Folge dem oben beschriebenen Prozess.

Wenn du allerdings wirklich in die Materie einsteigen willst, dann sieh dir meinen Firestarter Kurs an. Darin beschreibe ich alles was du wissen musst, in ausführlichen Videolektionen, sodass du deinen roten Faden Schritt für Schritt findest und deine Fähigkeiten endlich richtig einsetzen kannst.

Das Beste daran:

Du hast nichts zu verlieren, weil ich auf alle meine Kurse eine 30 Tage Geld zurück Garantie gebe.

Wenn du schon etwas Neues ausprobieren willst, dann kann es mein Kurs sein 😉

Was auch immer du tust, vergiss eines nicht …

Du hast kein ADHS, höchstens ENFP, bist keine Scannerpersönlichkeit und auch sonst ziemlich normal!

Nach fast 3000 Wörtern, in denen ich über die Aspekte von Scannerpersönlichkeiten (und anderen) mitgeteilt habe, kommt die große Ernüchterung:

Ob du dich jetzt Scannerpersönlichkeit nennst oder nicht, ist komplett irrelevant. Es kümmert niemanden – außer dich selbst.

Es ist keine Generalausrede für dein Leben und auch kein Passierschein für spezielle Orte. Die erreichst du nur durch ein paar Dinge, die wirklich unsexy sind: Fokus und Fleiß!

Mag sein, dass dir diese Dinge schwer fallen (wem nicht) und du es viel lieber hättest, wenn alles ständig läuft. Das ist es nämlich ohnehin dauernd, aber selten so, wie du es möchtest.

Du glaubst, du bist der Einzige, der Schwierigkeiten hat, dran zu bleiben? Du denkst wirklich, dass nur du so viele Ideen hast und dich die ganze Welt missversteht. Ich muss dich enttäuschen. Jeder Mensch da draußen kämpft zu irgendeinem Zeitpunkt mit exakt diesen Problemen, die dir so einzigartig erscheinen. Aber das sind sie nicht.

Und das ist gut so. Denn wenn Menschen es vor dir geschafft haben, etwas aus dieser Herausforderung zu lernen, dann kannst du es auch.

Akzeptiere, dass du keine einzigartige Schneeflocke auf dieser Welt bist aber die Freiheit hast, jeden Tag aufs neue zu entscheiden, was du mit deiner Zeit und deinen Ressourcen anstellen wirst.