Scannerpersönlichkeiten sind so gedrillt, dass sie aus jedem Interesse häufig einen Beruf machen wollen, um Geld damit zu verdienen. Der (häufig unbewusste) Hintergrund ist der, dass es nur dann „etwas bringt“, dieser neuen Sache nachzugehen, wenn es wirtschaftlich Sinn ergibt.

Paradoxerweise entspringt dieses Kriterium häufig aus einem falschen (Selbst)wertverständnis, weswegen Scannerpersönlichkeiten häufig Schwierigkeiten damit haben, etwas der Sache wegen zu machen. Zumindest für einen längeren Zeitraum.

Die wahre Fähigkeit kreativer Menschen liegt nicht unbedingt darin, sich auf eine einzige Sache zu spezialisieren. Ihr Spezialgebiet liegt woanders.

Die Spezialisierung liegt darin, Fähigkeiten und Talente in interdisziplinären Bereichen zu haben

Scannerpersönlichkeiten sind die Visionäre, Big Thinker und Über den Tellerrand Blicker. Ihre wahren Stärken spielen sie dort aus, wo andere schon lange ihren Horizont erreicht haben. Es fällt ihnen leicht Wissen in verschiedensten Bereichen greifbar und verwertbar abzuspeichern. Die immerwährende Neugier und das stetige Interesse sich weiter zu entwickeln, tun ihr übriges, dieses Potenzial weiter zu entwickeln.

Wenn du das erkennst, fällt es dir leichter, deine Karriere zu planen

Obwohl kreative Menschen das Chaos und die Ungewissheit lieben (daraus entsteht häufig Neues) suchen sie dennoch Stabilität, Sicherheit und Vorhersehbarkeit. Sie würden am liebsten jetzt sofort wissen, was sie wie machen müssen, um erfolgreich ans Ziel zu kommen.

Deswegen sind sie ständig mit existenziellen Fragen wie

beschäftigt.

In der Tat:

Geht eine Scannerpersönlichkeit in eine Berufsberatung, wird sie mit 100 verschiedenen Möglichkeiten rausspazieren, die (auf den ersten Blick) nichts miteinander zu tun haben. Der Grund ist der, dass die Testergebnisse aufgrund der kurzfristig stark schwankenden Interessen einfach zu sehr variieren.

Die simple Lösung besteht darin, das große Ganze zu erfassen und den roten Faden darin zu erkennen, was Scannerpersönlichkeiten wirklich gut können und was der Markt braucht.

Sweet Spot in Action

Der Ort wo dein Wissen, was Kunden wollen und wofür sie bereit sind, zusammentreffen, nennt man den Sweet Spot

Weil sie enorm gut darin sind, den Überblick zu behalten, beißen sie sich die Zähne aus, wenn es darum geht detailorientiert und in kleinen Schritten zu arbeiten. Berufe dieser Art führen zu innerer Resignation, Bore-Out und meistens wird die überschüssige Energie in andere Sportarten oder Hobbies gesteckt, um intellektuell nicht zu verhungern.

Scannerpersönlichkeiten als Selbstständige und Unternehmer

Wenn es den Beruf nicht gibt, in den du all deine Interessen reinpacken kannst, dann kreiere ihn selbst. Unternehmer sind die einzigen Menschen, die die komplette Freiheit der Gestaltung ihres Lebens haben. Hier erfährst du die ultimative Freiheit und hast unfassbar großen Freiraum.

Diese Freiheit hat jedoch auch ihren Preis.

Als Scannerpersönlichkeit musst dueinige Strategien und Vorgehensweisen beherrschen, um als Unternehmer erfolgreich zu sein. Das Wichtigste dabei ist die Positionierung, die so gewählt werden muss, dass sie einerseits mit dir vereinbar ist und andererseits die Leute nicht verwirrt, weil du quasi “alles machst”.

Ich habe einige Jahre investiert, um aus meinem Schubkarren an Interessen und Fähigkeiten den richtigen Mix zu finden. Und das ist nur möglich, durch ausprobieren, scheitern und wieder aufstehen. Am Ende entscheidet nämlich der Markt, wie relevant du bist – wirtschaftlich gesehen.

Und selbst wenn es deine größte Leidenschaft ist, mexikanische Wolljacken zu stricken musst du auch einen Weg finden, die zu verkaufen, wenn du unternehmerisch Fuß fassen willst 😉

Scannerpersönlichkeiten, die ihr Wissen als Berater, Trainer oder Coach verkaufen

Diesen Weg habe ich gewählt. Um ehrlich zu sein habe ich sehr vieles ausprobiert und dabei gemerkt, dass ich immer wieder in diese Rolle „zurückfalle“.

Du teilst gerne anderen Menschen dein Wissen mit? Warum nicht auch dafür bezahlt werden?

In der Rolle als Trainer und Berater fühlen sich Scannerpersönlichkeit deswegen so wohl, weil sie ihre zahlreichen unterschiedlichen Talente bei so vielen verschiedenen Menschen zum Einsatz bringen.

Zum Beispiel als Marketingtrainer oder Karriereberater. Viele Scannerpersönlichkeiten haben bereits einige Berufe hinter sich und häufig eine enorm ausgeprägte Fähigkeit, Talente in anderen zu identifizieren.

Glaub mir, wenn ich dir sage: Du bist bereits jetzt Experte auf vielen Gebieten.

Gleichzeitig hat diese Branche auch einige Falschstricke mit sich gebracht, auf die ich in diesem Video eingehe. Viele Menschen da draußen haben das Bedürfnis, ihre Message mit der Welt zu teilen.

Nur die meisten begehen den Fehler, einfach nur wiederzukäuen, was sie woanders aufgeschnappt haben. Alle diejenigen, die diesen Weg einschlagen, werden es furchtbar hart haben, am Markt zu bestehen.

Meine Faustregel: 

Erst wenn du selbst reproduzierbare Resultate in einem Gebiet liefern kannst, dann geh raus mit diesem Wissen. Versuch nicht das Wissen aus Büchern weiterzuverkaufen. Das merken Menschen sofort.

Scannerpersönlichkeiten in Schirmberufen

Welche Möglichkeiten fallen dir ein um verschiedene deiner Interessen unter einen Hut zu bringen und als Beruf auszuüben?

Vielleicht reist du gerne und hast ein Gespür für Mode? Dann könntest du Fashionscout werden und von einer Firma dafür bezahlt werden durch die Welt zu reisen um die aktuellsten Trends herauszufinden.

Sei kreativ, sei offen. Die Möglichkeiten sind da.

Erstelle eine Liste an möglichen Jobs oder Tätigkeitsfeldern, die dir einfallen und dann recherchiere was dafür notwendig wäre.

Wie wird man zum Beispiel Outdoorcoach oder Actionautor?

Häufig scheitert es aber wieder daran, dass du dich nicht für eine Sache entscheiden kannst, richtig? Und was wenn dich dein Thema irgendwann einmal nicht mehr interessiert und du dir wieder etwas Neues aufbauen musst? Keine Sorge, auch dafür gibt es eine Lösung.

Übrigens: Sehr oft finden solche Jobs uns, anstatt das wir sie finden.

Das ist als nächstes zu tun

Stell dir vor, du baust etwas auf, indem du alle deine Interessen und Talente vereinen kannst. Bei dem du ständig dazu lernen kannst, neue Dinge ausprobierst und gleichzeitig etwas bewirkst und eine Community aufbaust. Und jetzt stell dir auch noch vor, dass du damit Geld verdienst?

Der Grund, weshalb viele “Finde deine Leidenschaft” Kurse für Scannerpersönlichkeiten nicht funktioniert, ist einfach: Am Ende müssen sie sich für eine Sache entscheiden. Und scheitern damit.

Anstatt in die Tiefe zu graben musst du bei dir selbst das große Ganze erkennen.

Und das kannst du anhand eines von mir entwickelten Prozesses selbst tun. In meinem Online Kurs Firestarter erfährst du in 4 Wochen, wie du von einer Vielzahl an lose zusammenhängenden Interessen, deinen roten Faden findest.

Welche Karriereleitern hast du bereits erklommen?

Diese Liste ist weit weg von Vollständigkeit.

Darum geht es auch gar nicht. Ich will von dir wissen, was dein Leben schon an Karriereleitern hervorgebracht hat. Schreib mir in den Kommentaren.